Startklar für das Abenteuer Ultralauf?

Schon mal einen Ultralauf gefinisht?

Vom 9.-11. Juni ist es wieder so weit: Die Bieler Lauftage bieten mit einem breit gefächerten Programm von 13,5 km Nacht-Erlebnislauf, Halbmarathon, 56 km und der Königsdistanz über 100 Kilometer auch Ultralauf-Einsteigern eine hervorragende Gelegenheit, dieses Abenteuer erstmals anzugehen. Wie Werner Sonntag in seinem Buch „Mehr als Marathon – Wege zum Ultralauf“ erklärt, bietet sich dafür ein Rundkurs an, so dass ständig für Abwechslung gesorgt ist. Die Strecke in Biel ist zudem flach und der Laufuntergrund unproblematisch, was gerade für den ersten Ultra sehr hilfreich ist.

 

Werner Sonntag auf der Brücke von Aarberg. (c) alphaphoto.de
Werner Sonntag auf der Brücke von Aarberg. (c) alphaphoto.de

Selbstverständlich gibt Werner Sonntag, Mitbegründer der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung (DUV) und des 100 Marathon Clubs, auch Tipps für die beste Strategie beim Ultralauf, wobei er größten Wert auf eine gute mentale Vorbereitung legt. Denn Unwägbarkeiten gibt es selbst bei hervorragendem körperlichen Training immer. Und dann lohnt es sich, einen guten Plan für den Notfall parat zu haben.

 

Wer noch kurzfristig bei den Bieler Lauftagen an den Start gehen möchte, findet unter www.100km.ch alle nötigen Infos. Dort könnt Ihr Euch für einen der vielen Wettbewerbe vorab anmelden.

Lasst Euch von den folgenden zehn Fragen & Antworten richtig motivieren:

 

1. Wo steht die Organisation wenige Tage vor dem Lauf?

 

Die Vorbereitungen laufen sehr gut. Die Personaleinteilung ist quasi abgeschlossen. Erfreulich sind einige spontane Meldungen von freiwilligen Helferinnen und Helfern.

2. Wie sind die Anmeldezahlen?

Wir sind sehr zufrieden mit den Anmeldungen, vor allem mit den kürzeren Strecken wie dem Erlebnislauf oder Halbmarathon. Derzeit haben wir rund 200 Anmeldungen mehr als im Vorjahr zur gleichen Zeit. Bei guten Verhältnissen können wir sogar die magische Grenze von 4500 Anmeldungen ankratzen. Allerdings müssen wir erneut einen leichten Rückgang bei den 100-km-Läufern verzeichnen. 

3. Können noch Anmeldungen entgegengenommen werden?

Bis zwei Stunden vor dem Start können sich Läuferinnen und Läufer für alle Wettbewerbe noch anmelden. Bis zum 6. Juni können die Anmeldungen auch noch im Internet über www.100km.ch eingegeben werden. Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgt am Donnerstag und Freitagabend vor dem Lauf. An diesen Tagen können Anmeldungen im Kongresshaus abgegeben werden.

4. Welche Empfehlungen geben Sie den Teilnehmenden?

Halbmarathon- und Erlebnisläufer fahren am besten direkt nach Aarberg und nutzen von dort die kostenlosen Extrazüge um 19.54 Uhr und 20.54 Uhr direkt nach Biel. Die Ultramarathonläufer können den Gratis-Shuttle-Bus um 20.00 Uhr ab Kirchberg benutzen und gelangen direkt ins Startgelände nach Biel. Nach dem Zieleinlauf sowohl von Aarberg wie auch von Kirchberg sind die Rücktransporte reduziert worden.

5. Was macht die Bieler Lauftage 2016 zu etwas Besonderem?

Anstelle des Marathons gibt es 2016 erstmals den Ultramarathon über 56 Kilometer von Biel nach Kirchberg. Die gesamte Strecke ist mit Solarlampen beleuchtet. Und die Finisher des Hunderters werden im Ziel in der neuen Finisher-Lounge unmittelbar neben dem Zieleinlauf erwartet. Dort können die Läufer sich ausruhen, verpflegen und über ihre vollbrachte Leistung freuen. Neu ist auch, dass sich das Festgelände auf dem EsplanadePlatz befindet, wo jeden Abend im Barstreet-Zelt die Party abgehen wird.

6. Wie präsentieren sich wenige Tage vor dem Lauf die Streckenverhältnisse?

Der Rennleiter hat keine größeren Probleme festgestellt. Es gibt zwar Baustellen auf der Strecke wie beispielsweise in Jens. Diese sind aber problemlos passierbar und stellen keine Behinderung für die Läufer dar. Sonst ist die Strecke in bestem Zustand. 
 
7. Welches sind die größten Herausforderungen bis zum Lauf?

Die größte Unbekannte ist natürlich das Wetter. Wir hoffen auf eine schöne und trockene Nacht. Das wäre sowohl für die Teilnehmenden wie auch für die Helfer einfacher und motivierender. Im Übrigen hoffen wir auf eine unfallfreie Nacht ohne Zwischenfälle und mit möglichst wenigen Schwierigkeiten. Wir freuen uns auf viele Teilnehmende und zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke.

8. Was wird für die Sicherheit der Läufer unternommen?

Seit einigen Jahren besteht ein umfassendes Sicherheitskonzept für das gesamte Veranstaltungswochenende. Wir arbeiten sehr eng mit Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Ärzten, Krankenhäusern und Rettungsdiensten zusammen. Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig, damit wir Läufern, Zuschauern und Helfern ein möglichst hohes Maß an Sicherheit gewähren können. 

9. Wie viele Leute sind von der Organisation insgesamt im Einsatz?

Wir zählen etwa 1000 Helferinnen und Helfer. Neben dem Start- und Zielbereich in Biel betreiben wir entlang der Strecke 18 Verpflegungsposten, 10 Sanitätsposten, zahlreiche Straßensicherungen und Kontrollposten sowie 4 Wechselzonen. Weiter sind über 20 Fahrradbegleiter zur Überwachung der Spitzenläufer und als „blinde Kontrollen“ unterwegs. Wir sorgen dafür, dass alle Teilnehmenden faire Verhältnisse vorfinden.

10. Was wünschen Sie sich für die „Nacht der Nächte“?

In erster Linie hoffen wir natürlich, dass alle Wettkämpfe auf allen Strecken fair und ohne Unfälle ablaufen. Wir wünschen uns eine schöne, trockene und angenehme Nacht ohne Regen und Gewitter. Wir wünschen uns viele Zuschauer, welche die Läuferinnen und Läufer die ganze Nacht anfeuern und motivieren. Und vor allem wünschen wir uns zufriedene Läufer, die auch im nächsten Jahr gerne wieder nach Biel kommen.
Wir sind erleichtert, wenn am Samstagabend jeder Startende gesund und glücklich sein persönliches Ziel erreicht hat und mit schönen Erinnerungen aus dem Seeland nach Hause gehen kann. 

Wir wünschen allen Läuferinnen, Läufern, Zuschauern und Helfern ein unvergessliches Wochenende. Und laden alle ein, sich rechtzeitig für das nächste Jahr auf die Bieler Lauftage vorzubereiten. Dazu empfehlen wir Werner Sonntags Buch „Mehr als Marathon – Wege zum Ultralauf“.

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